Energie-Einsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist in Deutschland seit 2002 als Nachfolgeverordnung für die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) in Kraft. Grundlage für die Energieeinsparverordnung ist das Energieeinsparungsgesetz (EnEG). Die erste Fassung der EnEV wurde im Jahr 2004 durch die EnEV-Novelle (EnEV 2004) aktualisiert. Da die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden weitere Änderungen erfordert, ist für den Herbst 2007 eine weitere Novelle vorgesehen.

Dadurch, dass nun die Anforderungen an Heizungsanlagen mit den Vorschriften zum Wärmeschutz kombiniert sind, wird die Gesamtenergiebilanz von Gebäuden bewertet. Es ist somit z.B. möglich, eine schlechte Wärmedämmung mit einer effizienten Heizungsanlage auszugleichen, um somit den Forderungen der Energieeinsparverordnung gerecht zu werden. Moderne Technik mit Wärmepumpe und/oder Lüftungsanlage ist der Grundstein für eine erfolgreiche Gesamtenergiebilanz!

Allgemein gilt die Energieeinsparverordnung für alle Gebäude, die entweder Wohngebäude sind, oder mindestens 4 Monate im Jahr beheizt werden. In den einzelnen Regelungen wird nochmals zwischen Neubauten und bestehenden Gebäuden unterschieden, da sich die EnEV teils nur auf eine der Gebäudegruppen bezieht. Die Regelungen beziehen sich nicht auf diese Gebäudetypen:

  • großflächige Betriebsgebäude, die über längere Zeiträume offen stehen; bspw. Werkhallen
  • unterirdische Bauwerke
  • Traglufthallen, Zelte und alle Gebäude, die wiederholt auf- und abgebaut werden
  • allgemein Gebäude, die der Haltung von Tieren oder der Aufzucht und dem Verkauf von Pflanzen dienen

Zu den Berechnungsverfahren der Energieeinsparverordnung ist genau festgelegt, wie Primärenergiebedarf, Energiebedarf, Heizwärmebedarf und Trinkwasserwärmebedarf ermittelt werden.

Die EnEV 2007 wird folgende Änderungen einbringen:

  • Energieausweise für bestehende Gebäude
  • Energetische Inspektion von Klimaanlagen
  • Berücksichtigung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Berücksichtigung alternativer Energieversorgungssysteme
  • Energetische Bewertung von Nichtwohngebäuden
  • Anforderungen an Nichtwohngebäude